PID & String-Ausfälle: Fehlerbilder im Wärmebild richtig deuten

Nicht jeder Defekt sieht im Wärmebild gleich aus. Wer die typischen Muster kennt, erkennt schnell, ob ein einzelnes Modul, ein ganzer String oder eine schleichende Degradation das Problem ist. Hier die wichtigsten Fehlerbilder der PV-Thermografie im Überblick.

Was ist PID?

PID steht für Potential Induced Degradation – spannungsinduzierte Degradation. Durch Spannungsunterschiede zwischen Zellen und Modulrahmen wandern Ladungsträger ab, die Leistung sinkt schleichend. Im Wärmebild zeigt sich PID oft als mosaikartiges, ungleichmäßiges Erwärmungsmuster einzelner Zellen, häufig modulweise und am Stringanfang stärker ausgeprägt.

String-Ausfall

Fällt ein kompletter String aus, erscheint im Wärmebild eine zusammenhängende Reihe von Modulen auffällig kühler oder wärmer als die Umgebung – je nachdem, ob noch Reststrom fließt. Ursache sind oft defekte Steckverbinder, Sicherungen oder Wechselrichter-Eingänge. Ein einzelner String-Ausfall bedeutet sofortigen, messbaren Ertragsverlust.

Weitere typische Fehlerbilder

  • Einzelner Hotspot: heller Punkt – siehe Hotspots an PV-Modulen
  • Bypass-Diode defekt: ein Drittel des Moduls (Substring) erwärmt sich
  • Ganzes Modul warm: Kontakt- oder Anschlussproblem
  • Streifenmuster: Verschmutzung oder Zellbruch

Warum die richtige Deutung zählt

Die korrekte Einordnung entscheidet über die Reparaturpriorität: Ein String-Ausfall muss sofort behoben werden, beginnende PID erfordert ein Monitoring. Eine normkonforme Inspektion nach IEC 62446-3 liefert genau diese Schweregrad-Einordnung – mit georeferenzierten Befunden und konkreten Handlungsempfehlungen.

Fehlerbilder Ihrer Anlage analysieren lassen

Wir deuten die Befunde fachlich und priorisieren die nötigen Maßnahmen.